Saxophon und Ergonomie

Ich frage mich oft, ob andere SaxophonistInnen (besonders Tenor und Bariton) auch an Problemen mit Nacken und Rücken leiden.

Die Rückenprobleme, an welchen ich bis vor 15 Jahren litt, habe ich in den Griff bekommen, mit Übungen, viel Bewegung, Alexander Technik und Feldenkrais und einem besseren Bewusstsein für Bewegungen und kleine Signale des Körpers, bevor Schlimmeres eintritt.

Leider habe ich in letzter Zeit Probleme mit dem Nacken und manchmal Schmerzen nach Gigs. Mit den diversen Haltern, die anders angelegt sind, als die klassischen Haltegurten (Straps) konnte ich mich bis jetzt nicht anfreunden und die “Gestältli”, welche oft Baritonspieler nutzen, engen meinen Brustkasten ein und behindern beim Atmen. Seit Anfang 2018 spiele ich mit dem Jazzlab Saxholder und bin recht zufrieden damit. Wirklich eine gute Sache:
www.musik-produktiv.ch/jazzlab-saxholder-alto-tenorsaxophone.html?gclid=EAIaIQobChMIodDK7Lr22wIVDIuyCh3uKwOCEAAYASAAEgIzS_D_BwE

www.jazzlab.com/de/saxholder/

Ich empfinde das Saxophon eigentlich nicht als besonders ergonomisches Instrument. Wenn ich Zeit hätte, würde ich dieses Instrument gerne weiterentwickeln zu einer Form, die besser zum menschlichen Körper passt. So habe ich mal bei meinem Selmer Mark VI die hintere Fis-Trillerklappe und den Daumengriff entfernen lassen. Weil für mein Empfinden, die Haltung der Hand mit dem abgewinkelten Daumen ungünstig und störend war. Ich frage mich immer, ob Leute, die oft Sax spielen, nicht alle einen “Tennisdaumen” haben und Probleme in der Hand. Seit da (20 Jahre oder mehr) liegt mein Daumen etwas weiter oben am Korpus an und die Stellung der Hand ist gerade, als wollte ich jemandem die Hand geben.